YOUNG JOSHUA

Thinking out Loud

2010 Crossmovement Records

Nach einem gelungen Indie Start mit „Back to Reality“ in 2008 und fast 50 Features liefert Young Joshua in 2010 sein zweites Werk mit dem Titel „Thinking out Loud“ ab. Diese Produktion wird gemeinsam mit Cross Movement Records lanciert, das inzwischen ohne seine ehemaligen Zugpferde The Ambassador und Da T.R.U.T.H. auskommt. Die Frage, ob Young Joshua die großen Schuhe eines Major Deals passen, kann vorweg mit einem deutlichen JA beantwortet werden. Mit insgesamt 18 Titeln und einer Vielzahl an Features bietet „Thinking out Loud“ in der Hauptsache feinen East Coast Flavor und Flows in verschieden Formaten.

Mit einem für den ersten Track ungewohnt entspannten Beat kommt Joshua auf „All In“ gleich auf den Punkt und macht deutlich, dass er keine halben Sachen macht („…I’m dying to live. Nothing really to lose but a whole lot to give…“). Auf „My Life“ sprechen J.R. und Young Joshua ihre Dankbarkeit für das Leben, das Gott ihnen ohne eigenes Zutun geschenkt hat, aus. Der Trend, dass es auch auf Hip Hop Alben dieser Tage deutlich poppiger zugeht, lässt sich mit dieser Nummer auch für „Thinking out loud“ bestätigen. Einer meiner Favorites des Albums „Where You at“. Dem aktuellen Trend sich selbst zu verwirklichen und ansonsten unzufrieden und undankbar zu sein, hält der Rapper aus Philadelphia folgende Lines entgegen: „I love the sun but I need rain. I love fun but can learn from the pain.“ Zeilen wie diese machen Young Joshua für mich zu einem der tiefgängigsten Artists. Neben weiteren Kopfnickern wie „HomeComing (Featuring Techniq & R-Swift)“ und „Disaster(Featuring Eddie Nigma & Magellan)“ zeigt sich Joshua auch wieder von seiner entspannten Seite. Auf einem old school anmutenden Beat werden die Zuhörer auf „Ride“ eingeladen, sich dem fantastischen Gott und seinem Rettungsangebot -Jesus Christus- anzuschließen. Wow, hot stuff! Ähnlich chillig geht es auf den souligen Nummern „Perfect Storm“ und „To whom it may concern“ zu. Mit gesanglicher Unterstützung von David James von Ndelbible erinnert Young Joshua auf „Cherish“ seine Zuhörer, dass es wichtig ist, die Menschen in seinem Leben wertzuschätzen, solange man sie hat. Der Flow hat mich stellenweise an Kanye West erinnert – ob man das mag oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen. Mit „Well Done“ beweist der neue Cross Movement Artist, dass nicht Marketing, sondern Teaching, dem Album seine Form gegeben hat. „Well Done“, produziert von DJ Official, ist der letzte Song von „Thinking out loud“ und behandelt das Thema, das am Ende eines Lebens als einziges zählt: Haben wir unsere Zeit sinnvoll für die wirklich wichtigen Dinge nach Gottes Maßstäben eingesetzt? Mein Fazit:„Thinking out loud“ ein tiefsinniges Hip Hop Album mit einer Brise Soul und Pop.

Erhältlich im:

*

No Comments »