The CrossMovement – HIStory: Our Place in His Story

cover

The CrossMovement
„HIStory: Our Place in His Story“
2007 Crossmovement Records

Was wäre wenn unser Leben Teil einer großen Geschichte wäre und es einen kreativen, allmächtigen Redakteur gebe, der das Ganze inszeniert und überwacht? Diesen Fragen wird auf dem sechsten und aller Wahrscheinlichkeit nach letzten Album der Hip Hop Formation ‚Cross Movement’ unterhaltsam und eindrucksvoll nachgegangen.
Der Opener heißt ‚Our God’ und haut mit einem Hammer-Beat und einer Gänsehaut-Hook jeden Zuhörer vom Hocker auf den Dancefloor. Die MCs lassen keinen Zweifel in wessen Geschichte wir einen Platz haben und schlüsseln seine Identität simpel doch kreativ auf. Ähnlich dynamisch geht es auf „Louder“, „Trust in Him“ und „Name up“, das im Southern Style daher kommt, weiter. Wer jetzt denkt The Tonic, Ambassador, Phanatik, Tru Life und DJ Official hätten nur den Turbo drin, der irrt! Smoothe Songs wie „9-10“, „I love you“ und „Spare change“ fordern nicht nur zum Mitnicken sondern auch zum Nachdenken auf. Besonders Letzterer stellt eine Herausforderung dar. Cross Movement fragen wo die Leute stecken, die Verantwortung übernehmen, etwas bewegen wollen und dafür bereit sind Gegenwind in Kauf zu nehmen. Eine Line, die mich besonders bewegt hat, war „Standing against sin is suddenly homophobic“. Mutige Zeilen in einer Zeit der Gleichmacherei.
In „Now who’s the man“ geht es um Jesus, sein Wesen, seine Mission und seinen Anspruch auf und an unser Leben. Besonders die zweite Strophe fällt auf. Der MC kickt seinen Part komplett auf den gleichen Rhyme. Sehr fresh! Das Album featured, neben einigen anderen, praktisch alle Acts, die auf dem Cross Movement-Label gesigned sind: Trip Lee, Flame, DA T.R.U.T.H., R-Swift, Iz Real, Mac the Doulos, Tedashii und Robert „Don“ Barnham. Diese vielfältige Gästeliste sorgt für unterschiedlichste lyrische Styles. Neben Party Bangern wie „Get that“ und „Clap your hands“ findet man Storytelling („Back for this“) und Songs, die einem zum reflektieren einladen, wie beispielsweise „Tapestry“. Fazit: Ein sehr vielfältiges Album, das schwer nach vorne geht und weit mehr als Unterhaltung bietet.

 

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